Verabschiedung

eines verstorbenen Mitchristen

im Kreis der Familie und Angehörigen

 

Vorbemerkungen:

Das Sterben eines lieben Menschen und die damit verbundene notwendige Verabschiedung vom Verstorbenen gehören zu den schwersten und tiefsten Stunden im Leben einer Familie und der nächsten Angehörigen. Die öffentliche Verabschiedung vom verstorbenen Mitchristen erfolgt bei der kirchlichen Feier des Begräbnisses.

Für die Verabschiedung eins verstorbenen Mitchristen im Kreis der Familie werden hier zwei Vorlagen angeboten:

Verabschiedung eines verstorbenen Mitchristen im Kreis der Familie und Angehörigen

Vereinfachter Abschiedsritus im engen Familienkreis

Eine Auswahl von weiteren "Gebeten nach dem Verscheiden" finden sich im Liturgiebuch: Die Feier der Krankensakramente. Die Krankensalbung und die Ordnung der Krankenpastoral in den katholischen Bistümern des deutschen Sprachgebietes, Verlag Herder, Freiburg 19942. Seite 172 – 179.

Wie bei jeder liturgischen Feier, sollen auch hier, besonders bei der "Verabschiedung eines verstorbenen Mitchristen im Kreis der Familie und Angehörigen", verschiedene Personen die unterschiedlichen Dienste übernehmen, wie Leiter bzw. Leiterin, Lektor bzw. Lektorin. Die Feier kann der Pfarrer oder ein anderer Priester oder auch eine andere Mitarbeiterinnen bzw. ein Mitarbeitern in der Pfarre, aber ebenso jemand aus der eigenen Familie oder Nachbarschaft leiten. Zur Feier kann geeignete Musik, Gesang (vgl. Gotteslob Nr. 652 – 664) und/oder Instrumentalmusik, gewählt werden.

 

Es ist vorzubereiten

(auf einem kleinen Tisch in der Nähe des aufgebahrten Leichnams):

Heilige Schrift

ein Kreuz (nach Möglichkeit ein Standkreuz)

zwei brennende Kerzen

ein Gefäß mit Weihwasser

(der Rosenkranz und/oder das Sterbekreuz)

(Gotteslob, katholisches Gebet- und Gesangbuch)

Erstes Kapitel:

Verabschiedung eines verstorbenen Mitchristen

im Kreis der Familie und Angehörigen

 

Aufbau der Feier

(A) Eröffnung

(Gesang oder Instrumentalmusik)

Kreuzzeichen

Stilles Gedenken

Kyrie-Ruf

(B) Wortgottesdienst

Lesung aus der Heiligen Schrift

(Gesang oder Instrumentalmusik)

(C) Gebetsteil

Bekenntnis unseres Glaubens und unserer Hoffnung

Gebet über dem Verstorbenen

Bekreuzigung des/der Verstorbenen mit Weihwasser

Vaterunser

Gegrüßt seist du Maria

(D) Abschluss

Übergabe des Rosenkranzes und/oder des Sterbekreuzes

Segenswort

(Gesang oder Instrumentalmusik)

 

(A) Eröffnung der Feier

Die Feier kann mit Instrumentalmusik oder mit einem geeigneten Lied eröffnet werden.

 

Kreuzzeichen

Leiter/Leiterin: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Alle: Amen.

 

Stilles Gedenken

Mit diesen oder ähnlichen Worten kann der Leiter/die Leiterin zum Stillen Gedenken hinführen.

Leiter/Leiterin: Wir sind am Bett unseres verstorbenen Bruders (Herrn) N. /unserer verstorbenen Schwester (Frau) N. versammelt. Die Geheimnisse des Lebens, die Krankheit und der Tod werfen in uns viele Fragen auf. Trauer, Angst, Hilflosigkeit und Ratlosigkeit lähmen uns.

Alles, was uns in dieser Stunde bewegt, vertrauen wir im stillen persönlichen Gebet Gott, unserem Erlöser, an.

 

Es folgt eine Zeit der Stille zum Gedenken an den verstorbenen Mitchristen.

 

Kyrieruf

Leiter/Leiterin: Herr Jesus Christus, du hast uns die Botschaft gebracht, dass Gott wie ein guter Vater und wie eine liebende Mutter zu uns Menschen ist.

Herr erbarme dich unser.

Alle: Herr, erbarme dich unser.

Leiter/Leiterin: Herr Jesus Christus, du nährst unsere Hoffnung und unser Vertrauen.

Christus, erbarme dich unser.

Alle: Christus, erbarme dich unser.

Leiter/Leiterin: Herr Jesus Christus, wir vertrauen dir unseren verstorbenen Bruder (Herrn) N.

/ unsere verstorbene Schwester (Frau) N. an.

Herr, erbarme dich unser.

Alle: Herr, erbarme dich unser.

Leiter/Leiterin: Der Herr erbarme sich unser und schenke uns Hoffnung und Zuversicht. Er helfe uns, dass wir einander im christlichen Glauben stärken. Er erbarme sich unseres verstorbenen Bruders (Herrn) N. / unserer verstorbenen Schwester (Frau) N. Er strecke ihm/ihr die Hand entgegen und führe ihn/sie zum ewigen Leben.

Alle: Amen.

(B) Wortgottesdienst

Lesung aus der Heiligen Schrift

Der Lektor/Die Lektorin liest einen der folgenden oder einen anderen geeigneten Abschnitt aus der Heiligen Schrift vor.

 

Aus dem Evangelium nach Lukas Lk 23, 50-56

Damals gehörte zu den Mitgliedern des Hohen Rates ein Mann namens Josef, der aus der jüdischen Stadt Arimathäa stammte. Er wartete auf das Reich Gottes und hatte dem, was die anderen beschlossen und taten, nicht zugestimmt, weil er gut und gerecht war. Er ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu. Und er nahm ihn vom Kreuz, hüllte ihn in ein Leinentuch und legte ihn in ein Felsengrab, in dem noch niemand bestattet worden war. Das war am Rüsttag, kurz bevor der Sabbat anbrach. Die Frauen, die mit Jesus aus Galiläa gekommen waren, gaben ihm das Geleit und sahen zu, wie der Leichnam in das Grab gelegt wurde. Dann kehrten sie heim und bereiteten wohlriechende Öle und Salben zu. Am Sabbat aber hielten sie die vom Gesetz vorgeschriebene Ruhe ein.

 

Oder:

 

Aus dem Evangelium nach Lukas Lk 24,1-12

 

Am ersten Tag der Woche gingen die Frauen mit den wohlriechenden Salben, die sie zubereitet hatten, in aller Frühe zum Grab. Da sahen sie, dass der Stein vom Grab weggewälzt war; sie gingen hinein, aber den Leichnam Jesu, des Herrn, fanden sie nicht. Während sie ratlos dastanden, traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen. Die Frauen erschraken und blickten zu Boden. Die Männer aber sagten zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. Erinnert euch an das, was er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war: Der Menschensohn muss den Sündern ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen. Da erinnerten sie sich an seine Worte.

Und sie kehrten vom Grab in die Stadt zurück und berichteten alles den Elf und den anderen Jüngern. Es waren Maria Magdalena, Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus; auch die übrigen Frauen, die bei ihnen waren, erzählten es den Aposteln. Doch die Apostel hielten das alles für Geschwätz und glaubten ihnen nicht. Petrus aber stand auf und lief zum Grab. Er beugte sich vor, sah aber nur die Leinenbinden dort liegen. Dann ging er nach Hause, voll Verwunderung über das, was geschehen war.

 

Oder:

Ijob 19,1.23-37; oder: Röm 8,31b-35.37-39; oder: Hebr 4,14-16; 5,7-9; oder: Offb 21,1-5a.6b-7; oder: Joh 14,1-6.23b.27

 

Im Anschluss an die Lesung kann ein Psalm oder ein geeignetes Lied gesungen oder geeignete Instrumentalmusik gespielt werden.

(C) Gebetsteil

 

Bekenntnis unseres Glaubens und unserer Hoffnung

Das folgende gemeinsame Bekenntnis kann der Leiter/die Leiterin im Namen aller Anwesenden sprechen oder so vorsprechen, dass die einzelnen Verse von allen wiederholt werden können.

 

Wir glauben an Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Wir glauben an Jesus Christus, seinen Sohn, der für uns gestorben und vom Tode erstanden ist.

Wir glauben an den Heiligen Geist, der uns als Beistand in unserem Leben geschenkt ist.

Wir glauben und hoffen, dass unser Leben nicht im Nichts mündet.

Wir glauben und hoffen, dass uns bei Gott die Fülle des Lebens erwartet.

Wir glauben und hoffen, dass unser Leben in Gottes Hand ist,

und dass wir aus dieser Hand nie herausfallen können.

Wir glauben und hoffen, dass in Gott

unsere Angst ein Ende hat,

unsere Verzweiflung ein Ende hat,

unsere Ohnmacht ein Ende hat,

unser Versagen ein Ende hat.

Wir glauben und hoffen, dass unser Gott das Leben, die Liebe und die Barmherzigkeit ist.

Wir glauben an die Auferstehung der Toten.

 

Gebet über dem/der Verstorbenen

Leiter/Leiterin: Kommt herzu, ihr Heiligen Gottes,

eilt ihm/ihr entgegen ihr Engel des Herrn

Leiter/Leiterin (und Alle): Nehmt auf seine/ihre Seele

und führt sie hin vor das Antlitz des Allerhöchsten.

Leiter/Leiterin: Christus nehme dich auf, der dich berufen hat,

und in das Himmelreich sollen Engel dich begleiten.

Leiter/Leiterin (und Alle): Nehmt auf seine/ihre Seele

und führt sie hin vor das Antlitz des Allerhöchsten.

Leiter/Leiterin: Herr, gib ihm/ihr die ewige Ruhe,

und das ewige Licht leuchte ihm/ihr.

Leiter/Leiterin (und Alle): Nehmt auf seine/ihre Seele

und führt sie hin vor das Antlitz des Allerhöchsten.

Leiter/Leiterin: Allmächtiger Gott,

hilflos stehen wir dem Sterben unserer Lieben gegenüber;

es fällt uns schwer, deine Pläne zu begreifen und zu bejahen.

Der Tod ist unabänderlich.

Du aber hast uns deinen Sohn gesandt und ihn für uns alle dahingegeben.

Darum können uns weder Trübsal noch Bedrängnis,

ja nicht einmal der Tod von deiner Liebe trennen.

Erhalte in uns diesen Glauben

und führe unseren Bruder (Herrn) N. / unsere Schwester (Frau) N. zum neuen Leben.

Durch Christus, unseren Herrn.

Alle: Amen.

Bekreuzigung des/der Verstorbenen mit Weihwasser

Anschließend kann der Leiter/die Leiterin mit folgenden oder ähnlichen Worten an die Taufe des verstorbenen Mitchristen erinnern und einzelne Körperstellen des/der Verstorbenen mit Weihwasser bekreuzigen:

Leiter/Leiterin: Unser Bruder (Herr) N. /unsere Schwester (Frau) N.

ist bei der Taufe aus dem Wasser und dem Geist zu neuem Leben geboren worden. Dabei wurde er/sie mit dem Zeichen des Kreuzes bezeichnet, dem Zeichen der Hoffnung und des Heiles. Sein/Ihr Leib war Gottes Tempel.

Wir bekreuzigen noch einmal die Stirn unseres Bruders/unserer Schwester,

den Sitz seiner/ihrer Träume, Gedanken, Weisheit.

Wir bekreuzigen die Hände unseres Bruders/unserer Schwester,

mit denen er/sie gearbeitet, gegrüßt und umarmt hat.

Wir bekreuzigen seine/ihre Füße,

mit denen er/sie die zahlreichen Wege seines/ihres Lebens gegangen ist:

Wege der Hoffnung, Wege, die in die Sackgasse geführt haben,

Wege der Gesundheit, Wege der Krankheit.

Anschließend können alle Anwesenden eingeladen werden, ebenfalls das Zeichen des Kreuzes mit Weihwasser auf die Stirn des/der Verstorbenen zu zeichnen.

 

"Gebet des Herrn" und "Gegrüßt seist du, Maria"

Zum gemeinsamen Beten des Vaterunser und des Grußes des Engels kann der Leiter/die Leiterin mit folgenden oder ähnlichen Worten einladen.

 

Leiter/Leiterin: Beten wir miteinander jenes Gebet, das der Herr selbst uns zu beten gelehrt hat:

Alle: Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen

Leiter/Leiterin: Grüßen wir die Gottesmutter Maria mit den Worten des Engels:

Alle: Gegrüßt seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen

(D) Abschluss

Übergabe eines Rosenkranzes und/oder des Kreuzes

Nach örtlichem Brauch kann dem/der Toten der Rosenkranz und/oder das Sterbe-Kreuz in die zusammengelegten Hände gegeben werden. Dabei können folgende Begleitworte gesprochen werden:

 

Bei der Übergabe des Rosenkranzes

Leiter/Leiterin: Im Zeichen des Rosenkranzes gedenken wir mit Maria, der Gottesmutter, der Geheimnisse der Menschwerdung Jesu Christi und unserer Erlösung. Maria, die auch uns zur Mutter gegeben ist, sei deine Fürsprecherin bei Gott.

 

Bei der Übergabe des Kreuzes:

Leiter/Leiterin: Das Kreuz ist das Zeichen unserer Hoffnung. Unser Herr Jesus Christus hat dich durch seinen Tod am Kreuz erlöst. Im Zeichen seines Kreuzes schenke er dir das ewige Leben.

 

Zum Abschluss kann ein geeignetes Lied gesungen oder geeignete Instrumentalmusik gespielt werden.

 

Segenswort

Leiter/Leiterin: Herr, gib ihm/ihr und allen Verstorbenen die ewige Ruhe.

Alle: Und das ewige Licht leuchte ihnen.

Leiter/Leiterin: Herr, lass sie ruhen in Frieden.

Alle: Amen.

 

Zweites Kapitel:

Vereinfachter Abschiedsritus im engen Familienkreis

 

Aufbau der Feier

(A) Eröffnung

Kreuzzeichen

Stilles Gedenken

Kyrie-Ruf

(B) Wortgottesdienst

Lesung aus der Heiligen Schrift

(C) Gebetsteil

Bekenntnis unseres Glaubens und unserer Hoffnung

Bekreuzigung des/der Verstorbenen mit Weihwasser

Vaterunser

Gruß des Engels

(D) Abschluss

Übergabe des Rosenkranzes und/oder des Sterbekreuzes

Segenswort

(A) Eröffnung der Feier

Kreuzzeichen

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Alle: Amen.

 

Stilles Gedenken

Mit diesen oder ähnlichen Worten kann zum Stillen Gedenken hingeführt werden.

Wir sind am Bett unseres/unserer verstorbenen N. versammelt. Die Geheimnisse des Lebens, die Krankheit und der Tod werfen in uns viele Fragen auf. Trauer, Angst, Hilflosigkeit und Ratlosigkeit lähmen uns. Alles, was uns in dieser Stunde bewegt, vertrauen wir im stillen persönlichen Gebet Gott, unserem Erlöser, an.

Es folgt eine Zeit der Stille zum Gedenken an den verstorbenen Mitchristen.

 

Kyrieruf

Herr Jesus Christus, du hast uns die Botschaft gebracht, dass Gott wie ein guter Vater und wie eine liebende Mutter zu uns Menschen ist.

Herr erbarme dich unser.

Alle: Herr, erbarme dich unser.

Herr Jesus Christus, du nährst unsere Hoffnung und unser Vertrauen.

Christus, erbarme dich unser.

Alle: Christus, erbarme dich unser.

Herr Jesus Christus, wir vertrauen dir unseren verstorbenen/unsere verstorbene N. an.

Herr, erbarme dich unser.

Alle: Herr, erbarme dich unser.

Der Herr erbarme sich unser und schenke uns Hoffnung und Zuversicht. Er helfe uns, dass wir einander im christlichen Glauben stärken. Er erbarme sich unseres verstorbenen/unserer verstorbenen N. Er strecke ihm/ihr die Hand entgegen und führe ihn/sie zum ewigen Leben.

Alle: Amen.

(B) Wortgottesdienst

 

Lesung aus der Heiligen Schrift

 

Aus dem Evangelium nach Lukas Lk 24,1-12

Am ersten Tag der Woche gingen die Frauen mit den wohlriechenden Salben, die sie zubereitet hatten, in aller Frühe zum Grab. Da sahen sie, dass der Stein vom Grab weggewälzt war; sie gingen hinein, aber den Leichnam Jesu, des Herrn, fanden sie nicht. Während sie ratlos dastanden, traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen. Die Frauen erschraken und blickten zu Boden. Die Männer aber sagten zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. Erinnert euch an das, was er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war: Der Menschensohn muss den Sündern ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen. Da erinnerten sie sich an seine Worte.

Und sie kehrten vom Grab in die Stadt zurück und berichteten alles den Elf und den anderen Jüngern. Es waren Maria Magdalena, Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus; auch die übrigen Frauen, die bei ihnen waren, erzählten es den Aposteln. Doch die Apostel hielten das alles für Geschwätz und glaubten ihnen nicht. Petrus aber stand auf und lief zum Grab. Er beugte sich vor, sah aber nur die Leinenbinden dort liegen. Dann ging er nach Hause, voll Verwunderung über das, was geschehen war.

 

Oder:

Ijob 19,1.23-37; oder: Röm 8,31b-35.37-39; oder: Hebr 4,14-16; 5,7-9; oder: Offb 21,1-5a.6b-7; oder: Lk 23,50-56; oder: Joh 14,1-6.23b.27

(C) Gebetsteil

 

Bekenntnis unseres Glaubens und unserer Hoffnung

Das folgende gemeinsame Bekenntnis kann einer/eine im Namen aller Anwesenden sprechen oder so vorsprechen, dass die einzelnen Verse von allen wiederholt werden können.

 

Wir glauben an Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Wir glauben an Jesus Christus, seinen Sohn, der für uns gestorben und vom Tode erstanden ist.

Wir glauben an den Heiligen Geist, der uns als Beistand in unserem Leben geschenkt ist.

Wir glauben und hoffen, dass unser Leben nicht im Nichts mündet.

Wir glauben und hoffen, dass uns bei Gott die Fülle des Lebens erwartet.

Wir glauben und hoffen, dass unser Leben in Gottes Hand ist,

und dass wir aus dieser Hand nie herausfallen können.

Wir glauben und hoffen, dass in Gott

unsere Angst ein Ende hat,

unsere Verzweiflung ein Ende hat,

unsere Ohnmacht ein Ende hat,

unser Versagen ein Ende hat.

Wir glauben und hoffen, dass unser Gott das Leben, die Liebe und die Barmherzigkeit ist.

Wir glauben an die Auferstehung der Toten.

Bekreuzigung des/der Verstorbenen mit Weihwasser

Anschließend kann einer/eine mit folgenden oder ähnlichen Worten an die Taufe erinnern und einzelne Körperstellen des/der Verstorbenen mit Weihwasser bekreuzigen:

 

N. ist bei der Taufe aus dem Wasser und dem Geist zu neuem Leben geboren worden. Dabei wurde er/sie mit dem Zeichen des Kreuzes bezeichnet, dem Zeichen der Hoffnung und des Heiles. Sein/Ihr Leib war Gottes Tempel.

Wir bekreuzigen noch einmal seine/ihre Stirn, den Sitz seiner/ihrer Träume, Gedanken, Weisheit.

Wir bekreuzigen seine/ihre Hände, mit denen er/sie gearbeitet, gegrüßt und umarmt hat.

Wir bekreuzigen seine/ihre Füße, mit denen er/sie die zahlreichen Wege seines/ihres Lebens gegangen ist: Wege der Hoffnung, Wege, die in die Sackgasse geführt haben, Wege der Gesundheit, Wege der Krankheit.

Anschließend können alle anderen ebenfalls das Zeichen des Kreuzes mit Weihwasser auf die Stirn des/der Verstorbenen zu zeichnen.

 

Gebet des Herrn und Gruß des Engels

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Gegrüßt seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen

(D) Abschluss

 

Übergabe eines Rosenkranzes und/oder des Kreuzes

Nach örtlichem Brauch kann dem/der Toten der Rosenkranz und/oder das Sterbe-Kreuz in die zusammengelegten Hände gegeben werden. Dabei können folgende Begleitworte gesprochen werden:

Bei der Übergabe des Rosenkranzes

Im Zeichen des Rosenkranzes gedenken wir mit Maria, der Gottesmutter, der Geheimnisse der Menschwerdung Jesu Christi und unserer Erlösung. Maria, die auch uns zur Mutter gegeben ist, sei deine Fürsprecherin bei Gott.

Bei der Übergabe des Kreuzes:

Das Kreuz ist das Zeichen unserer Hoffnung. Unser Herr Jesus Christus hat dich durch seinen Tod am Kreuz erlöst. Im Zeichen seines Kreuzes schenke er dir das ewige Leben.

 

Segenswort

Herr, gib ihm/ihr und allen Verstorbenen die ewige Ruhe.

Und das ewige Licht leuchte ihnen.

Herr, lass sie ruhen in Frieden.

Amen.

Nach einer Vorlage von: Mag. Christian Nuener

Abteilung Gemeinde des Seelsorgeamt Innsbruck

(2002)

 

 

 
 
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Stand: 25. August 2008