S E G N U N G
D E R O S T E R S P E I S E N
erarbeitet
von Mag. Erwin Löschberger
Liturgische Eröffnung
LeiterIn:
Beginnen wir unsere Feier
mit dem Zeichen des Glaubens:
Im Namen des Vaters und
des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A: Amen.
Wir feiern heute die
Segnung der Osterspeisen. Immer wenn wir uns im Namen Gottes versammeln, tun wir
das mit der Zuversicht, dass Jesus Christus mitten unter uns ist. Auch jetzt ist
Christus unter uns. Er gibt uns eine Zukunft, die über den Tod hinaus reicht.
Eröffnungslied
„Lobet und preiset ihr Völker
den Herrn“ oder: „Ja freuet euch im Herrn und jubelt immer dar“
Hinführung zur
gemeinsamen Feier
LeiterIn:
Es ist großartig, dass
wir jedes Jahr zur Segnung der Osterspeisen zusammen kommen. Wir bringen dadurch
unseren Glauben zum Ausdruck, dass von Gott das Leben kommt. Alles, was wir
wirklich zum Leben brauchen, ist ein Geschenk Gottes.
Rufen wir gemeinsam Jesus
Christus an, der von den Toten auferstanden ist.

Kyrielitanei:
(nach
jeder Anrufung wird ein bekannter Kyrieruf gesungen)
VorbeterIn:
Jesus Christus, Mensch und
Gott, du hast als Mensch unter Menschen gelebt.
Jesus Christus, Mensch und
Gott, du bist gestorben und von den Toten auferstanden.
Jesus Christus, Mensch und
Gott, du gibst uns Anteil an deinem Leben.
Jesus Christus, Bruder und
Heiland, du heilst, was in uns verwundet ist.
Jesus Christus, Bruder und
Heiland, du befreist uns zu lebendigen Menschen.
Jesus Christus, Bruder und
Heiland, du machst alles gut.
LeiterIn:
Gott, du segnest uns mit
den Gaben deiner Schöpfung
und du segnest uns mit der
Auferstehung deines Sohnes.
Weil er von den Toten
auferstanden ist,
können auch wir mit
Freude unsere Auferstehung erwarten.
Dafür danken wir dir
heute und alle Tage unseres Lebens.
Amen.
Worte des Glaubens
aus dem Psalm 139
Auswahl aus der Übertragung von Jörg Zink
SprecherIn:
Mein Gott, du siehst in
mein Herz. Du kennst mich.
Wie schön, dass du mir
nahe bist und ich geborgen bin bei dir.
Du siehst mich, wenn ich
träume von großen Dingen, die ich tun will,
und wenn ich versage dort,
wo ich das Notwendige tun soll.
Wie in zwei großen Händen
hältst du mich.
Ich bin darin geborgen wie
ein Vogel im Nest
Und manchmal fürchte ich,
ich sei dein Gefangener
wie ein Vogel im Käfig.
Ich zweifle, dass mein
Leben Sinn hat und möchte es von mir werfen;
aber auch bei den Toten
bist du, und wieder bin ich in deiner Hand.
Mein Gott, du siehst in
mein Herz. Du kennst mich.
Wie gut, dass du mir nah
bist und ich geborgen bin bei dir.
Ehre sei dem Vater und dem
Sohn und dem Heiligen Geist,
Alle: wie im Anfang, so
auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Lesung aus dem
Evangelium nach Johannes
(Johannes
20,19-21)
LektorIn:
Aus dem heiligen
Evangelium nach Johannes.
Alle: Ehre sei dir, o
Herr.
LektorIn:
Am Abend des ersten Tages
der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen
hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
Nach diesen Worten zeigte
er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den
Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch!
Evangelium unseres Herrn
Jesus Christus.
Alle: Lob sei dir,
Christus.
Gedanken für eine
Kurzansprache
LeiterIn:
Immer, wenn wir Ostern
feiern, wird deutlich, dass die Botschaft von Ostern eine zentrale Bedeutung im
menschlichen Leben hat. Ohne das leere Grab fehlt unserem Leben die Perspektive
der letzten Hoffnung. Wenn der Tod endgültig bleiben würde, wenn mit ihm
wirklich alles aus wäre, wie könnten wir dann die Kraft und die Freude am
Leben erhalten?
Das Osterfest soll uns
fest verankern in der Überzeugung, dass unser ganz persönliches Leben gut
ausgehen wird. Aber nicht nur unser Leben und das unserer Freunde sondern das
ganze Unternehmen Schöpfung wird gut ausgehen. Wir sind schon jetzt Staatsbürger
des Himmels. Die Vollendung hat schon begonnen. Das ist ein Frieden in uns, wie
ihn kein Mensch machen kann. Er ist das Ostergeschenk Gottes an uns.
Wir feiern diese
Perspektive unseres Lebens aber nicht nur einmal im Jahr. Jeder Sonntag ist so
ein Tag zum Leben. Jeder Sonntag ist ein reales Zeit-Zeichen, durch das wir spüren
können: das Leben ist mehr als Arbeit, das Leben hat einen letzten Sinn.
Wenn es uns Christen
gelingt, an jedem Sonntag etwas von der Botschaft der Auferstehung aufblitzen zu
lassen, dann tun wir einen wichtigen Dienst für unsere ganze Gesellschaft.
Der Sonntag ist es wert,
als Sonntag erhalten zu werden.
Was wir alle gemeinsam für
den Sonntag tun können ist eigentlich sehr einfach. Jeder Sonntag ist auch ein
Tag der Ruhe. An diesem Tag nichts zu tun, ist ein Dienst an der Gesellschaft.
Die heilige Ruhe, das heilige Ausrasten ist eine ungewohnte Glaubensüberzeugung.
Aber wir bringen dadurch zum Ausdruck, dass nicht alles von uns abhängt. Gott
ist der Schöpfer des ganzen Universums, wir sind seine Geschöpfe. Die
Sonntagsruhe erhält in unserer Kultur diese Überzeugung. Wir brauchen sie zum
Leben.
So laden wir Sie ein, die
Sonntage weiterhin österlich zu gestalten. Durch Ruhe und Erholung, durch ein
gemeinsames Sonntagsmahl und durch die Feier von Tod und Auferstehung Jesu.
Damit kann in unserem Land eine Kultur für die Menschen vertieft werden. Eine
Kultur, die etwas von der Auferstehung Jesu aufblitzen lässt.

Segensgebet
So lasst uns nun den Segen
Gottes für uns und unsere Osterspeisen erbitten:
Gott des Himmels und der
Erde, wir danken dir für die Schöpfung in der wir leben.
Wir danken dir auch für
Jesus von Nazareth, der die Hoffnungslosigkeit und den Tod durch seine
Auferstehung überwunden hat.
Er lebt jetzt bei dir im
Himmel und in unserer Mitte und er schenkt auch uns Anteil an seinem Leben.
So bitten wir dich:
Segne das Osterfleisch,
damit es uns zum Zeichen für das wahre Osterlamm werde, für Jesus Christus.
Jesus, du Sieger über den
Tod, wir loben dich. A: Wir preisen dich.
Gott unser Vater, segne
das Osterbrot, damit es uns zum Zeichen werde, für das neue Leben in Jesus
Christus.
Jesus, du unsere Kraft,
wir loben dich. A: Wir preisen dich.
Gott unser Vater, segne
unsere Ostereier, damit sie uns zum Zeichen dafür werden, dass Jesus Christus
das Felsengrab gesprengt hat und auferstanden ist.
Jesus, du unser Friede,
wir loben dich. A: Wir preisen dich.
Gott unser Vater, segne
die Kräuter und den Kren, damit sie uns zum Zeichen für den Wohlgeruch der
Liebe Gottes werden.
Jesus, du unser Erlöser,
wir loben dich. A: Wir preisen dich.
Gott unser Vater, segne
das Salz, damit es uns zum Zeichen für unsere Berufung werde, Salz der Erde zu
sein.
Jesus, unser Heiland, wir
loben dich. A: Wir preisen dich.
Gütiger Vater, wir danken
dir für das Fest der Auferstehung.
Schenk uns eine fröhliche
Gemeinschaft beim Ostermahl.
Darum bitten wir, durch
Jesus Christus, unseren Herrn.

Besprengung der
Osterspeisen mit Weihwasser
Vater unser
Schlusslied
„Lobe den Herren“
oder: „In deinem Namen wollen wir“ oder: „Unser Leben sei ein Fest“
Osterwunsch
LeiterIn:
Ich danke Ihnen für das
gemeinsame Feiern und wünsche Ihnen und allen, mit denen Sie das Ostermahl
halten, ein frohes Osterfest.
Ich lade Sie auch herzlich
ein, die Osternacht (um ..... Uhr) in unserer Kirche mitzufeiern.
Allgemeiner Segen
Mit dem Segen des
dreieinigen Gottes wollen wir nun nach Hause gehen um das Ostermahl zu halten.
Es segne uns der Vater,
der Milliarden von Sternen erschaffen hat und auch die Erde mit all ihren
Lebewesen darauf.
Es begleite uns der Sohn,
der für uns gestorben und am dritten Tage auferstanden ist.
Es erleuchte uns der
Heilige Geist, der in uns lebt und uns lebendig macht.
Das gewähre uns der
dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. A: Amen.
Gehen wir in seinem
Frieden!
A: Dank sei Gott dem
Herrn!
