Schulentlass-Segnung
Segnung
der Schüler/-innen
der
4. Klasse Hauptschule / Gymnasium,
am
Montag, 30.6.2003 um 19.00 Uhr
Eingeladen
waren die Schüler/-innen der 4. Klasse Hauptschule und des Gymnasiums. Gekommen
sind aber auch einige Eltern und Geschwister.
Trommelspiel
Lied:
Dass
du mich einstimmen lässt – DAVID Nr. 2
Eröffnung und
Begrüßung durch den Pfarrer
Im
Namen des Vaters …
Liebe Jugendliche!
Wir machen diese Segnung der Schulabgänger heuer zum
ersten Mal. Aber es passt ganz gut so, denn ihr seid vor 4/5 Jahren meine ersten
Schüler gewesen, d.h. ein Grossteil von euch hat mich in der 4. Klasse
Volksschule als Religionslehrer gehabt.
Ihr seid jetzt am Ende eurer Hauptschulzeit bzw. am Ende
der Unterstufenzeit im Gymnasium. Viele von euch beginnen eine neue Schule,
manche beginnen eine mittlere oder höhere Schule
andere machen das Poly und dann eine Lehre.
Gerade an diesem Punkt eures Lebens merkt ihr ganz
besonders, dass ihr den Segen Gottes braucht: Je älter ihr werdet, desto mehr
Entscheidungen stehen an (Schule, Beruf, Einstellung zum Leben, Freundschaft,
…). Es tut gut zu wissen, dass da einer ist, der uns begleitet. Dass Gott
euch, jede und jeden einzelnen von euch begleitet, das darf ich euch im Segen
zusagen.
Ich wünsche euch, dass es euch gut geht in eurem Leben,
dass ihr glücklich werdet.
Rückblick
auf Schulzeit
Wenn ihr jetzt auf die vergangenen vier Jahre zurückschaut,
dann könnt ihr sicher sagen: da hat sich viele getan.
 |
-
im Schulalltag mit
seinen Höhen und Tiefen
|
 |
-
verschiedene
Gemeinschaftserlebnisse wie Schiwochen / Wienwoche / …
|
 |
-
in der Freizeit (Sport
und Musik)
|
Vielleicht könnt ihr selber etwas dazu sagen, was euch
in eurer Schulzeit wichtig war, was wichtige und schöne Ereignisse waren!
Rückblick
auf die Entwicklung vom Kind zum Jugendlichen
Es hat sich auch vieles in eurem ganz persönlichen Leben
getan:
 |
-
der Körper hat sich
verändert
|
 |
-
jetzt beginnt auch
langsam die Persönlichkeitsentwicklung: ihr werdet eigenständige Persönlichkeiten |
 |
-
ihr seid im Umbruch:
verschiedene Gefühle / unausgeglichen, manchmal mögt ihr euch selber
nicht.
|
 |
-
Es kommen die Fragen:
Wer bin ich? / Bin ich geliebt?
|
 |
Komme ich bei den anderen an?
|
 |
-
damit verbunden ist
auch mehr und mehr die Loslösung von den Eltern und von der Familie (und
trotzdem: ihr bleibt ein Teil eurer Familie – und trägt
Mitverantwortung)
|
 |
-
Ihr verlässt die
Kindheit und macht euch auf den Weg zum Erwachsenwerden, ein sehr spannender
Weg; ein Weg, auf dem euch Gott begleiten möchte.
|
Abraham
– Zieh weg aus deiner Vaterstadt
Lesung aus dem Buch Genesis (Gen 12,1-9)
(Lektionar:
Lesung I am Montag in der 12.Woche)
Der Herr sprach
zu Abram:
Zieh weg aus
deinem Land,
von deiner
Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus
in das Land, das
ich dir zeigen werde.
Ich werde dich zu
einem großen Volk machen,
dich segnen und
deinen Namen groß machen.
Ein Segen sollst
du sein.
Ich will segnen,
die dich segnen;
wer dich verwünscht,
den will ich verfluchen.
Durch dich sollen
alle Geschlechter der Erde
Segen erlangen.
Da zog Abram weg,
wie der Herr ihm gesagt hatte,
und mit ihm ging
auch Lot.
Vielleicht könnt ihr euch noch erinnern, dass wir am
Anfang der 4.Klasse Volksschule den Abraham durchgenommen haben.
 |
Ø
kurz
die Geschichte erzählen!
|
1. Dieser Abraham
vertraut ganz auf Gott, dass er ihn den richtigen Weg führen wird. Der
Glaube an Gott wird euch in euerm Leben Halt und Kraft geben. Vertraut auf Gott!
Vergesst ihn nicht!
2. Er gibt ihm eine Verheißung mit auf den Weg: deinen Namen groß machen – Gott wird aus seinem Leben etwas
machen. Nimm dein Leben selber in die Hand, setz alles dran, dass es ein gutes
Leben wird! – dazu sage ich später
noch etwas.
3. Interessant ist auch diese doppelte Bemerkung: ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein. Gott möchte uns
glücklich machen und er möchte auch, dass andere durch uns glücklich werden.
Darum möchte ich euch zu einem guten Umgang mit den Mitmenschen ermutigen: Seid
freundlich zueinander – entschuldigt euch, wenn ihr ausrastet.
Es steckt in
dieser Bibelstelle sehr viel an Ermutigung für euer weiteres Leben drinnen!
Vertraut darauf,
dass alles von Gott abhängt, aber handelt so, als ob alles von euch abhängt
(Theresia von Avila).
Nehmt euer Leben in die Hand!
Tragt Verantwortung!
Seid dankbar euren Eltern gegenüber! („Hotel Mama“)
Macht keine Schulden! (z..B. Handy)
Lasst euch nicht auf Drogen ein!
Lebt eure Sexualität verantwortlich!
Lebt euer Leben mit Gott!
Baut eine Beziehung zu Gott auf! Orientierung an Jesus
– Gebet
Gott gibt euch Kraft dazu!
Gott segnet euch, aber er möchte,
dass es eine gegenseitige
Beziehung ist!
Lied:
Ich
will dich segnen – David Nr. 103
Wassersegnung
und Tauferinnerung
entweder freies Gebet über das Wasser oder Wassersegnung
nach dem Benediktionale.
Tauferinnerung: Alle gehen zum Taufbrunnen und
bekreuzigen sich mit Wasser.
Einzelsegnung
(mit Handauflegung auf die Schulter)
Gott segne und behüte dich!
Er begleite dich auf deinem Weg
und schenke dir ein glückliches Leben.
Text:
Lass mich JA sagen auch zu mir
(gelesen von einem Jugendlichen)
Lass mich JA
sagen auch zu mir!
Herr, Du hast mich ins Dasein gerufen
und vom Anfang an geliebt.
Nun stehe ich mitten darin in diesem Leben.
Umgeben von vielem: geliebt, umsorgt, getragen;
angefeindet, in Frage gestellt und allein gelassen;
Ich frage zaghaft: Wer bin ich? Was will ich?
Wie werde ich? Wohin gehe ich?
Meist schaue ich auf andere: Wie machen sie es?
Von allen Seiten ruft man: So hast du zu sein! …
Habe ich wirklich so zu sein?
Bin ich nicht von dir, Herr, gerufen, ICH zu sein?
Herr, ich weiß, dass Du mich liebst!
Du gabst mir einen Namen, und so wurde ich:
einmalig, unaustauschbar, unverwechselbar, einzigartig.
Du liebst mich, Herr, mich mit meiner Lebensgeschichte.
Du befreist und erlöst mich, Du schenkst mir Leben.
Lass mich deshalb JA sagen zu mir,
damit ich JA sagen kann zum Du!
Fürbitten
(von
den Jugendlichen vorbereitet und auch von ihnen gelesen)
Vater
unser –
beten
Freies
Schlussgebet und –bemerkungen (Pfarrer)
Einladung
in die Kirche / zu den Gottesdiensten zu kommen
Einladung
zum Gespräch / Beichtgespräch / Beichte
Einladung
zur Firmung (Firmalter in Nenzing: 17 Jahre)
Einladung
zur Agape
Liste
durchgehen lassen (Alle Teilnehmer/-innen bekommen im Nachhinein eine Glückwunschkarte)
Schlusslied
Voll
Vertrauen gehen wir – David Nr. 187
Agape
Dr. Huber Lenz, 2005
Händesegnung
– Schulentlassgottesdienst
Lehranstalt
für Sozialberufe der Caritas, Graz
Mag.
Sonja Löschberger
In das
Wasser wird Rosenduftöl beigemischt.
Unverwechselbar
sind deine Hände
dein
Fingerabdruck ist einzig auf der Welt
an
dir allein liegt es
ob
deine Hände Segen weitergeben und Wärme und Zärtlichkeit
oder
ob sie verletzen und zerstören.
Mit
deinen Händen könntest du schlagen, prügeln, kratzen, boxen,
schmerzen
und Kälte verbreiten,
aber
du wirst es nicht tun, denn deine Hände sind gesegnet.
Und
diesen Segen kannst du weitergeben
denn
du kannst mit deinen Händen
Geborgenheit
und Vertrauen vermitteln
und
die Liebe, die du für andere hast, kann durch deine Hände spürbar werden.
Deine
Hände sind etwas Besonderes.
Ihnen
steht noch viel bevor,
denn
du hast viel Liebe zu geben,
eine
Liebe, die von dem kommt, der deine Hände gemacht hat
und
der durch deine Hände wirken will.