MAIANDACHT

ERÖFFNUNG

Lied: 

Begrüßung/Einführung:

Brüder und Schwestern!

In diesem Monat wollen wir die Frau ehren, die Christi Mutter war. An ihr hat Gott Großes getan, weil sie seinem Wort geglaubt hat.

Maria hat uns Christus geboren, der uns die Botschaft vom Vater brachte.

Maria war die demütige Magd, die hinter ihrem Sohn zurückgetreten ist. Sie bewahrte seine Worte in ihrem Herzen und gab die Bitten der Menschen weiter an ihrem Sohn.

Diese Frau wollen wir ehren und ihr danken, dass sie durch ihren schlichten Glauben an die Verheißung Gottes die Mutter unseres Herrn geworden ist.

 

Lobpreis: 

Gebet:

Gott unser Vater, du hast die selige Jungfrau Maria zur Mutter deines Sohnes auserwählt und uns in ihr ein Vorbild und Beispiel des Glaubens gegeben, da sie ihr gehorsames Ja gesprochen hat zu deinem Wort und Auftrag.

Voll Freude haben wir uns versammelt, um dir dafür zu danken und die heilige Jungfrau zu ehren. Nimm unser Beten gnädig an und mehre auch unseren Glauben und unseren Gehorsam gegen dein Wort. So bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

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VERKÜNDIGUNG

Ruf vor dem Evangelium: Gotteslob 530,7

 

Evangelium: Lk 1,26-38

 

Worte über die Gottesmutter (zur Auswahl)

 

Das christliche Volk hat in den vergangenen Jahrhunderten mit Recht geglaubt, dass Maria, die den Sohn Gottes gebar, mehr als jeder andere Mensch voll der Gnade war. Dabei wurde die enge Verbindung gesehen, die die Mutter mit ihrem Sohn vereint. Es ist deshalb nicht erstaunlich, dass alte und neue kirchliche Schriften sich auf das Wort des Engels Gabriel und auf das Wort Elisabets stützen.

 

In der frühen Zeit des Christentums schreibt der hl. Ephrem (+373): "Möge der Himmel mich umschirmen; denn ich bin mehr geehrt als er. In der Tat war nicht der Himmel Deine Mutter, Du hast ihn vielmehr zu Deinem Throne gemacht. Wieviel mehr ist die Mutter des Königs der Ehren und der Verehrung wert als sein Thron."

 

Der hl. Andreas von Kreta: "Jesus nimmt heute aus ihrer irdischen Wohnung, die Königin des Menschengeschlechtes, seine immer jungfräuliche Mutter, in deren Schoß er, ohne aufzuhören, Gott zu sein, menschliche Gestalt angenommen hat."

 

Der hl. Augustinus (+430) betet: "Nenne ich Dich Himmel, so thronst Du noch höher. Verkündige ich Dich als Mutter der Völker, so bist Du mehr als das. Grüße ich Dich als Abbild und Abglanz Gottes, so sage ich zu wenig. Nenne ich Dich Königin der höchsten Weisheit: Das alles bist Du."

 

Im Mittelalter schreibt der hl. Bernhard (+1153): "In Gefahren, Ängsten und Zweifeln denk an Maria! Ihr Name weiche nicht aus Deinem Munde, er weiche nicht aus Deinem Herzen! Und damit Du ihre Fürbitte verdienst, versäume nicht, ihren Wandel nachzuahmen! Folgst Du ihr, so kommst Du nicht auf Abwege. Bittest Du sie, so brauchst Du nicht zu verzagen. Denkst Du an sie, so wirst Du nicht irren. Wenn sie Dich hält, dann fällst Du nicht. Wenn sie Dich schützt, dann bangst Du nicht. Wenn sie Dich führt, dann ermattest Du nicht. Wenn sie Dir gut ist, dann gelangst Du glücklich ans Ziel."

 

Und der hl. Bonaventura (+1274) sagt: "Gott könnte eine größere Welt schaffen als die gegenwärtige. Er könnte auch einen größeren Himmel schaffen als den über uns. Aber eine größere Mutter als die Gottesmutter kann er nicht schaffen." Martin Luther (+1546) schreibt: "So man Maria Mutter Gottes nennt, kann niemand Größeres von ihr oder zu ihr sagen, wenn er gleich soviel Zungen hätt‘ als Laub und Gras, Sterne am Himmel und Sand am Meere ist."

 

Aus heutigen Tagen schreibt Johannes XXIII: "Leider haben viele, die sich Christen nennen, vergessen, dass Christus vom Kreuze herab seine Mutter allen Menschen zur Mutter gegeben hat. Man fügt ihr Schande zu, wenn man sie aus dem Hause verbannt."

 

Und Theoderich Kampmann: "In der heiligen Jungfrau hat Gott einen neuen Anfang gesetzt. Den Anfang des neutestamentlichen Heilstagen. Sie ist der paradiesische Mensch! Nicht der des urzeitlichen Anfangs, der verunstaltet wurde durch Sünde und Schuld, sondern der des letzten Endes, der mit dem Wiederkommen Jesu Christi wiederhergestellt sein wird. So ist sie die Repräsentantin nicht bloß der Christenheit, sondern der Menschheit."

 

Paul VI. schreibt: "Maria ist immer die Straße, die zu Christus führt. Jede Begegnung mit ihr wird notwendig eine Begegnung mit Christus."

 

Lied:

 

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GEBETSTEIL

(3 Möglichkeiten )

 

a) Rosenkranzgeheimnis:

"Jesus, der von den Toten auferstanden ist."

"Jesus, der dich in den Himmel aufgenommen hat."

b) Urbild der Kirche: (Gotteslob: 783/9)

 

c) Magnificat

Maria hat ihren Auftrag angenommen und sich auf den Weg gemacht: Sie ist glücklich, weil sie das Wort Gottes gehört und befolgt hat:

Gotteslob: 688/689

Fürbittgebet:

Maria, Mutter des Herrn und der Kirche. Wie du das Gebet der Jünger unterstützt hast, so hilf auch uns, damit unsere Anliegen bei Gott durch deinen Sohn Erhörung finden. So rufen wir dich an um deine Fürsprache:

Für die Kirche in unserer Zeit und unserem Land um die Gabe des Geistes.

A: Maria, Mutter der Erlösten, bitte für uns.

Für die Seelsorger und alle, die das Wort Gottes verkünden um die Kraft des Wortes und des Beispiels.

A: Maria, Mutter der Erlösten, bitte für uns.

Für alle Christen um den Mut Zeugen deines Sohnes zu sein.

A: Maria, Mutter der Erlösten, bitte für uns.

Für die kranken und einsamen Menschen um Trost in ihrer Situation.

A: Maria, Mutter der Erlösten, bitte für uns.

 

Wir beten mit den Worten, die Jesus uns gegeben hat: Vater unser...

 

 

SEGEN

 

Segen

Gott, der allmächtige Vater, segne euch (uns) durch den Erlöser der Welt, unseren Herrn Jesus Christus, den Sohn der jungfräulichen Mutter Maria.

 

Maria hat den Urheber des Lebens geboren; ihre mütterliche Fürsprache erwirke uns Gottes Hilfe.

 

Das gewähre euch (uns) der allmächtige Gott, der Vater, Sohn und Hl. Geist. Amen.

 

Schlusslied: Gotteslob 576 (1-4) Freu dich du Himmelskönigin oder ein anderes Lied.

 

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Pfarrer Mag. Gottfried Pinter, Neudörfl

(2002)

 

 
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Stand: 25. August 2008