|
|
Die Feier am Heiligen Abend in der Familie
Schon der Begriff "Heiliger Abend" zeigt an, dass es sich um einen besonderen Abend handelt. Mit diesem Abend beginnt das Weihnachtsfest, das Fest der Geburt des Sohnes Gottes, Jesus Christus. Menschwerdung Gottes ist etwas Geheimnisvolles und doch der große Schritt Gottes zu den und unter die Menschen. Gott sendet seinen Sohn, damit er die Erlösung der Menschen von den Sünden wirke. Er wird wie jeder andere Mensch als Kind in diese Welt hineingeboren. Er ist das eigentliche Geschenk Gottes an die Menschen, das Gott für immer uns Christen anvertraut hat, damit wir es dieser Welt verkünden. Eine große Kunst ist es jedoch, dieses Geschenk anzunehmen. Das Weihnachtsfest und im Besonderen der Heilige Abend sollte – bei uns zuhause war es so – ein dankbares Zeichen dieser bewussten Annahme des großen Geschenkes Gottes für die Menschen und die ganze Schöpfung sein. Auf dem Weg zum Fest – Einstimmung am Heiligen Abend
Feier bei Krippe und ChristbaumWenn dann die Glocke läutet und alle eingeladen sind, das Zimmer mit dem Christbaum zu betreten, dann sollte das Zentrum die Weihnachtskrippe sein , in der allerdings noch kein Jesuskind liegt. Bei der Krippe kann eine Kerze brennen. Die Familie versammelt sich um die Krippe, dann wird das Weihnachtsevangelium vom Vater oder von der Mutter vorgelesen:
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas: In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. Dies geschah zum erstenmal; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Bethlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat der Engel des Herrn zu ihnen, und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr, der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.
Mit diesen Anregungen zur Feier eines festlichen Heiligen Abends in der Familie wünsche ich Ihnen Gottes Segen und jenen Frieden der Weihnacht, den nur Gott uns geben kann und in Jesus Christus, seinem Sohn, schon für alle Zeiten gegeben hat. Dr. Gustav Pirich (2001)
Hinweis: Weitere Gesangs- und gebetsanregungen finden Sie in den Hauskirche-Gebetsheften, die in vielen Pfarren zum Kauf angeboten werden. Ein neues Heft aus der Diözese Linz finden Sie hier vorgestellt.
|
Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: oeli@liturgie.at
|