ERNEUERUNG DES TAUFVERSPRECHENS

in der Zeit der Vorbereitung

auf die Erstkommunion

Adaptierte Vorauspublikation einer im Auftrag der Internationalen Arbeitsgemeinschaft der Liturgischen Kommissionen im deutschen Sprachgebiet erstellten Feiervorlage.

 

Vorbemerkungen

 

Das Getauftsein ist die Voraussetzung für den Empfang aller anderen Sakramente. Die Taufe ist einmalig und kann nicht wiederholt werden, aber jeder Getaufte darf aus der Erinnerung seiner Taufe leben und dafür Gott preisen. Bei jenen Kindern, die als Kleinkind getauft wurden, ist auch die eigene persönliche Zustimmung zum Taufversprechen nachzuholen.

Dies kann in besonderer Weise geschehen in der Zeit der Vorbereitung auf die erste Feier des Bußsakramentes und auf die Feier der Erstkommunion. Da dies meist die erstmalige öffentliche Zustimmung der Kinder zum Taufversprechen ist, ist sie auch von besonderer Bedeutung und soll auch als solche erfahren werden. Diese Zustimmung soll als eigenes Feierelement innerhalb eines sonntäglichen Gemeindegottesdienstes einige Wochen vor der Feier der Erstkommunion erfolgen, etwa auch in Verbindung mit der Vorstellung der Erstkommunionkinder vor der Pfarrgemeinde.

Um der Bedeutung dieser Feier gerecht werden zu können, soll sie in Absprache mit den Religionslehrerinnen und Religionslehrern bei einem (eigenen) Elternabend im Gespräch mit den Eltern erschlossen werden.

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Folgende Elemente können diesen Gottesdienst auszeichnen

 

Begrüßung der Kinder, ihrer Eltern und Paten durch den Pfarrer am Eingang der Kirche;

Anbringen eines Fotos von jedem Erstkommunionkind an einer dafür vorgesehenen Stelle im Altar- bzw. Kirchenraum;

Erwähnung der Kinder, ihrer Eltern und Paten bei der Einführung in die Gottesdienstfeier;

Hinweis in der Homilie auf die Bedeutung der erstmaligen öffentlichen Zustimmung der Kommunionkinder zu ihrem Getauftsein;

nach der Homilie: namentlicher Aufruf der Kinder;

Begleitung des Kindes mit Taufkerze (oder einer anderen Kerze) durch Vater bzw. Mutter oder durch einen Paten;

Entzünden der Kerze an der Osterkerze;

Aufstellen der Kinder (dahinter die Begleitperson) um den Altar oder an einer anderen geeigneten Stelle;

Segensgebet über dem Wasser;

Zustimmung zum Taufversprechen;

Erinnerung an die Taufe durch Bekreuzigung mit dem gesegneten Wasser;

Besprengung der Gemeinde mit dem Weihwasser;

Abstellen der Taufkerze;

Vor dem Schlusssegen Gratulation an die Kinder;

Übergabe eines kleinen Erinnerungszeichens;

Einladung an die Gemeinde zum Gebet für die Erstkommunionkinder:

 

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Vorschlag für den

AUFBAU DER FEIER

 

BEGRÜSSUNG

ERÖFFNUNG

Einführung

Tagesgebet

WORTGOTTESDIENST

Lesungen

Homilie

ERNEUERUNG DES TAUFVERSPRECHENS

Aufrufen der Kinder und Anzünden der Taufkerze

Lobpreis und Anrufung Gottes über dem Wasser

Taufbekenntnis in Wort und Zeichen

Zustimmung der Gemeinde

Fürbitten

EUCHARISTIEFEIER

Vaterunser

ABSCHLUSS

Gratulation – Erinnerungszeichen – Wort an die Gemeinde

Segen und Entlassung

 

 

DIE FEIER

 

Vorzubereiten sind:

Alles, was für die Messfeier gebraucht wird

Gefäß mit Weihwasser und Aspergill

Entzündete Osterkerze

Erinnerungszeichen, das am Schluss der Messfeier überreicht wird

Reservierte Plätze für die Kommunionkinder, Eltern und Paten

Platz zur Aufstellung der Taufkerzen

Wand für die Fotokarten der Kinder

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BEGRÜSSUNG

 

Die Kinder, ihre Eltern und Paten werden am Eingang der Kirche vom Pfarrer begrüßt. Die Fotokarten der Kinder werden an einer vorbereiteten Stelle im Altar- bzw. Kirchenraum aufgehängt.

 

ERÖFFNUNG

 

EINFÜHRUNG

Beim Einführungswort werden die Kommunionkinder, ihre Eltern und Paten besonders erwähnt. Das kann mit folgenden oder ähnlichen Worten geschehen:

P: Liebe Kinder, liebe Eltern und Paten, liebe Schwestern und Brüder im Glauben!

Die sonntägliche Messfeier ist die herausragende wöchentliche Gottesdienstversammlung der Gemeinde. Heute will ich euch, liebe Kommunionkinder, ganz besonders begrüßen. Ihr werdet zum ersten Mal öffentlich das Taufbekenntnis ablegen, das bei eurer Taufe die Eltern und Paten gesprochen haben. Deshalb seid ihr mit euren Eltern und mit den Paten und Patinnen zu dieser Sonntagsmesse gekommen.

Alle Getauften sind hineingenommen in die Gemeinschaft mit Jesus Christus. Zu ihm rufen wir.

Es folgen das Kyrie und das Gloria.

 

TAGESGEBET

Das Tagesgebet wird vom Sonntag genommen. Gemäß dem "Direktorium für Kindermessen" Nr. 50 und 51 kann es in eine kindgemäße Sprache überführt werden.

 

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WORTGOTTESDIENST

LESUNGEN

Es werden die Lesungen der sonntäglichen Messfeier verkündet. Wenn diese für die Erneuerung des Taufversprechens der Erstkommunionkinder nicht geeienet sind, kann eine Lesung aus dem Lektionar für Gottesdienste mit Kindern (z. B. Bd. 1, S. 81–85) ausgewählt werden. Dabei sind die besonderen liturgischen Zeiten zu beachten (vgl. "Direktorium für Kindermessen" Nr. 43).

 

HOMILIE

In der Homilie werden die Erstkommunionkinder und die Bedeutung des Taufversprechens berücksichtigt.

 

 

ERNEUERUNG DES TAUFVERSPRECHENS

 

AUFRUFEN DER KINDER UND ANZÜNDEN DER TAUFKERZE

Der Pfarrer lädt die Kinder mit folgenden oder ähnlichen Worten ein, zum Taufbrunnen bzw. zu dem im Altarraum aufgestellten Taufwassergefäß zu kommen. Ihre Eltern und/oder Paten begleiten sie dabei.

P: Liebe Mädchen und Buben!

Jeder von uns ist für Gott wichtig. Gott kennt jeden von uns mit seinem Namen. Ich rufe euch jetzt einzeln auf. Kommt bitte mit euren Eltern und (oder) Paten zum Taufbrunnen (in den Altarraum) und bringt eure Taufkerze mit.

N. N.

 

Zunächst entzünden die Begleitpersonen die Taufkerze an der Osterkerze und geben sie den Kindern. Die Kinder stellen sich mit dem Pfarrer um den Taufbrunnen (um das Taufwassergefäß). Die Begleitpersonen stehen hinter den Kindern. Wenn alle Kinder versammelt sind spricht der Pfarrer:

P: Christus, das Licht der Welt, hat euch erleuchtet.

Durch die Taufe seid ihr zu Kindern des Lichtes geworden.

 

 

LOBPREIS UND ANRUFUNG GOTTES ÜBER DEM WASSER

Der Pfarrer leitet mit folgenden oder ähnlichen Worten das Segensgebet über dem Wasser ein:

P: Im Wasser und im Heiligen Geist sind wir getauft.

Im Gedenken an unsere Taufe preisen wir Gott

für die Gabe des Wassers

und für das Gute,

das er unter diesem Zeichen an den Menschen gewirkt hat.

 

Der Pfarrer singt oder spricht über dem Wasser lobpreisende Segensworte:

 

P: Gütiger Gott und Vater, alles kommt von dir.

Du hast das Wasser geschaffen;

es reinigt und erfrischt den Menschen.

 

K: Wir loben dich. – A: Wir preisen dich.

 

P: Du hast dein Volk Israel durch das Rote Meer hindurch gerettet

und in der Wüste seinen Durst gestillt.

 

K: Wir loben dich. – A: Wir preisen dich.

 

P: Dein Sohn wurde von Johannes im Jordan getauft

und hat so das Wasser als Zeichen für dich, den lebendigen Gott, auserwählt.

 

K: Wir loben dich. – A: Wir preisen dich.

 

P: Sei auch uns nahe, gütiger Gott,

und segne + dieses Wasser,

das uns an die Taufe erinnert, die wir empfangen haben.

Schenke unseren Kommunionkindern einen starken Glauben.

Vertiefe ihre Freundschaft mit Jesus Christus durch deinen Heiligen Geist

in diesen Tagen der Vorbereitung und alle Tage ihres Lebens

Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus, unseren Herrn.

A: Amen.

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TAUFBEKENNTNIS IN WORT UND ZEICHEN

Der Pfarrer erfragt das Taufbekenntnis entweder in der in der "Feier der Kindertaufe" vorgesehenen Form oder in der folgenden kindgemäßen Form:

P: Liebe Kommunionkinder!

Bei eurer Taufe haben eure Eltern und Paten den Glauben bekannt. Nun sollt ihr zum ersten Mal selber in aller Öffentlichkeit den Glauben bekennen.

 

Liebe Mädchen und Buben!

Ihr seid in der Taufe Kinder Gottes geworden.

Er liebt uns und sorgt für uns. –

Glaubt ihr an Gott, den Vater, den Schöpfer der Welt?

 

Kinder: Ich glaube.

 

P: Ihr seid in der Taufe Brüder und Schwestern Jesu Christi geworden.

Er ist für uns gestorben und auferstanden von den Toten. –

Glaubt ihr an Jesus Christus, den Sohn Gottes?

 

Kinder: Ich glaube.

 

P: Ihr seid in der Taufe mit dem Heiligen Geist beschenkt worden.

Er ist die Kraft Gottes; er stärkt uns im Glauben. –

Glaubt ihr an den Heiligen Geist?

 

Kinder: Ich glaube.

 

Die Kinder (mit den Taufkerzen) kommen einzeln zum Taufort heran bzw. zum Taufwassergefäß. Der Pfarrer spricht sie an:

P: N.N., du bist getauft!

Das Kind antwortet: Dank sei Gott.

P: Bezeichne dich nun mit dem gesegneten Wasser.

Das Kind taucht seine Finger in das gesegnete Wasser und bezeichnet sich mit dem Kreuz.

 

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ZUSTIMMUNG DER GEMEINDE

Dann wendet sich der Pfarrer mit folgenden oder ähnlichen Worten an die Gemeinde:

P: Liebe Schwestern und Brüder!

Wir alle sind getauft.

Daran erinnern wir uns jetzt, wenn wir das Wasser

über uns aussprengen lassen und uns mit dem Kreuz bezeichnen!

 

Der Pfarrer besprengt die Gläubigen mit Weihwasser. Währenddessen wird ein Tauflied gesungen:

z. B.: Ich bin getauft und Gott geweiht (Gotteslob Nr. 637)

Die Kommunionkinder stellen mit Hilfe der Paten ihre Taufkerzen an einer vorbereiteten Stelle auf und gehen zu ihrem Platz zurück.

 

FÜRBITTEN

Es folgen die Fürbitten. Die Anliegen können auch von Eltern oder Paten der Kinder vorgetragen werden.

 

 

EUCHARISTIEFEIER

 

VATERUNSER

Vor dem Vaterunser können sich die Kinder in einem Halbkreis um den Altar stellen. Der Pfarrer leitet das Vaterunser ein mit einem Hinweis auf das Getauftsein.

 

Die Kinder können auch während des Friedensgebetes, Friedensgrußes und des Friedenszeichens im Halbkreis um den Altar stehen bleiben. Anschließend kehren sie an ihre Plätze zurück.

 

 

ABSCHLUSS

 

GRATULATION – ERINNERUNGSZEICHEN – WORT AN DIE GEMEINDE

Vor dem Schlusssegen gratuliert der Pfarrer den Kindern zu ihrer ersten öffentlichen Zustimmung zu ihrem Getauftsein.

Den Kindern kann ein Erinnerungsbildchen an dieser Feier ihrer öffentlichen Erneuerung des Taufversprechens überreicht werden (z. B. ein Bild mit einer Abbildung des Taufbrunnens und einem Tauflied bzw. -gebet).

Der Pfarrer weist auch auf die Fotos der Kinder hin, die die Gemeindemitglieder daran erinnern sollen, während der Sakramentenvorbereitung die Kinder besonders in ihr Gebet einzuschließen.

 

SEGEN UND ENTLASSUNG

Der Pfarrer beschließt die Messfeier mit Segen und Entlassung.

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(2002)

 
 
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Stand: 25. August 2008