Beim Haupttext wird meist
angegeben, dass der/die Verstorbene die Sakramente empfangen hat. Dies
soll nur dann angegeben werden, wenn es wirklich der Fall war.
1. Konnte der Verstorbene noch Beichte,
Krankensalbung und Eucharistie empfangen, kann man schreiben:
- gestärkt durch die
Eucharistie, die er im Glauben an Christus empfangen hat
- gestärkt durch die
Wegzehrung
- nach Empfang der
Sakramente
- versehen mit den
Sakramenten der Kirche
- gestärkt durch die
Sakramente
- vorbereitet durch den
Empfang der Sakramente
2. Konnte der Verstorbene nur noch die Krankensalbung
empfangen, kann man formulieren:
- nach Empfang der
Krankensalbung
- vorbereitet durch die
Krankensalbung
- verbunden mit Jesus
Christus durch den Empfang der Krankensalbung
3. Konnte der Verstorbene nicht mehr
die Sakramente empfangen, kann man schreiben:
- er/sie starb im Glauben an Jesus Christus
- nach einem Leben aus dem Glauben
- im Glauben an seinen Schöpfer und Herrn
- im Glauben an die Auferstehung

1.4 Würdigung der Person
(der/des Verstorbenen)
Die Würdigung kann je nach
den Umständen enthalten:
- Geburtsdatum und
Geburtsort
- sonstige wichtige
Ereignisse
- die Erwähnung des
vorbildlichen Wirkens in Beruf ...
- die religiöse Einstellung
und die Aufgaben im kirchlichen Leben
- die Sorge für die Familie
1.5 Angabe des Termins des
Gebetes für den/die Verstorbene(n) und der Begräbnisfeier/des Gottesdienstes
- Gebet für den/die
Verstorbene am ... in ...
- Beginnt das Begräbnis
mit der Messfeier, so kann es heißen: "Wir feiern den
Begräbnisgottesdienst am ... in ... und geleiten anschließend unseren/e
Verstorbenen/e zu Grabe."
oder:
Die Begräbnismesse beginnt ...
- Ist die Messfeier nach
dem Begräbnis, kann es heißen: "Die Begräbnisfeier beginnt am ... in
der Friedhofshalle ...
Anschließend an das Begräbnis feiern wir in der Kirche den
Begräbnisgottesdienst."
Ausdrücke wie: Seelenmesse,
Requiem, feierliche Einsegnung sind liturgisch falsch und sollen daher nicht
verwendet werden.

1.6 Vor den Namen der
Angehörigen kann man einfügen:
- In tiefer Trauer
- Es trauern um ihn/sie
- Im Glauben an die
Auferstehung
- In der Hoffnung auf ein
Wiedersehen
- In der Liebe, die uns mit
ihm/ihr verbindet
1.7
Will man im Sinne des/der Verstorbenen auf Kranz- und Blumenspenden verzichten,
soll man dies auf der Todesanzeige mit einem Hinweis auf die Bankverbindung
bekannt geben und auch den Verwendungszweck anführen.
2. DIE GESTALTUNG VON KRANZSCHLEIFEN
2.1 Kränze
und Blumen sind Zeichen der Ehrung und Verbundenheit mit dem Verstorbenen und
Ausdruck des Glaubens an ein Weiterleben nach dem Tod. Ein übermäßiger
Aufwand soll aber vermieden werden.
Es gereicht ebenso dem
Verstorbenen zur Ehre und es ist ihm eine geistliche Hilfe wie das Gebet, wenn
in der rechten Absicht eine Spende für gute Zwecke gegeben wird.

2.2 Die
Kranzschleifen können neben schwarz auch in violetter Farbe sein.
2.3 Aufschriften für
Kranzschleifen:
- Auf Wiedersehen!
- Christus nehme dich
auf!
- Christus, unsere
Hoffnung!
- Durch Christus zum
Leben
- Ewige Ruhe – ewiges
Licht – ewiges Leben
- Herr, schenke ewige
Freude!
- Im Glauben an das
ewige Leben
- Im Glauben an die
Auferstehung
- Im Hoffen auf Christus
- Im Vertrauen auf Gott
- In dankbarer
Verbundenheit
- In Dankbarkeit
- In gläubiger
Verbundenheit
- In Liebe
- In Liebe und Treue
- In Verbundenheit
- Lebe in Christus!
- Ruhe in Frieden!
- Verbunden übers Grab
hinaus
- Vom Tod zum Leben
3. TOTENBILDER
Totenbilder erinnern und
informieren. Das Totenbildchen soll aber auch anregen, dieses Menschen dankend
und fürbittend zu gedenken – für den/die Verstorbene/n zu beten. Daher ist
es sinnvoll, wenn neben den Daten auch ein passendes Gebet abgedruckt ist.
Das Totenbildchen ist
weiters aber auch eine Erinnerung an den Tod; es soll mahnen, verantwortungsvoll
vor Gott in dieser Welt zu leben.
Das Totenbildchen soll
enthalten:
- ein Bild des
Auferstandenen, Kreuz, Marien-Ikone
- Bild, Daten des/der
Verstorbene/n
- Gebet
Gebete für Totenbilder

Barmherziger Gott, führe
ihn (sie) vom Tod zum Leben,
aus dem Dunkel zum Licht,
aus der Bedrängnis
in deinen Frieden.
Gott, du allein bist gut und
barmherzig.
An dich hat er (sie)
geglaubt und
auf dich gehofft. Führe ihn
(sie) zur
wahren Heimat, lass ihn
(sie) die
ewige Freude genießen und
in
deinem Frieden geborgen
sein.
Gott, du bist reich an
Erbarmen für alle,
die zu dir kommen.
Schenke deinem Diener
(deiner Dienerin)...
seligen Frieden, ewige Ruhe
und
den Glanz deines Lichtes.
Gütiger Gott, du hast uns
durch den Tod und
die Auferstehung deines
Sohnes erlöst. Sei
deinem Diener (deiner
Dienerin) N. gnädig,
der (die) das Geheimnis
unserer Auferstehung
gläubig bekannt hat, und
lass ihn (sie) auf
ewig deine Herrlichkeit
schauen.
Gütiger Vater, in deine
Hände empfehlen wir
deinen Diener (deine
Dienerin) und hoffen
zuversichtlich, dass er
(sie) bei Christus ist.
Wir danken dir für alles
Gute, das wir
durch ihn (sie) erfahren
durften.
Gütiger Vater, wir bitten
dich, nimm ihn (sie)
auf und gib ihm (ihr)
Wohnung und Heimat bei dir.
Uns aber, die
zurückbleiben, gib die Kraft,
einander zu trösten mit der
Botschaft des Glaubens,
bis wir alle vereint sind
bei dir.
Herr, unser Gott, du hast
deinem Diener (deine Dienerin)
im Licht der Wahrheit dein
Angesicht schauen und
in dir die Vollendung finden
lassen.
O Gott, wir sind voller
Trauer über den Tod unseres Kindes,
das so früh zu dir
heimgegangen ist.
Tröste uns durch die
gläubige Zuversicht, dass unser Kind
in das ewige Vaterhaus
gefunden hat.
Wie er (sie) in Christus
gestorben ist, so lass ihn (sie)
auch durch Christus
auferstehen.
Gott, schenke deine
Herrlichkeit, deine Zukunft und
deine Treue diesem Menschen.
Wir glauben nicht, dass sein
Leben umsonst war
und alles, was er für
Menschen bedeutet hat,
nun verloren ist.
Vielmehr halten wir fest an
dem Glauben,
an dem er selbst
festgehalten hat
bis zu seinem Tod, dem
Glauben an dich,
den Gott des Lebens, der du
niemanden
verlorengehen lässt, der
auf dich vertraut.
(Nach H. Oosterhuis)

4. GRABSTEIN-GESTALTUNG
Als Christen ist es unsere
Aufgabe an den Gräbern Christus, den Auferstandenen, zu bezeugen durch Wort und
Zeichen, aber auch durch die Einfachheit und Schlichtheit bei der Gestaltung des
Grabsteins.
Kreuz -
Grundsymbol christlichen
Glaubens.
Es kann auch in der Gestalt
des
Lebensbaumes dargestellt
werden.
Ähre –
Zeichen der Frucht und
der Auferstehung:
Was gesät wird, ist
verweslich,
was auferweckt wird,
unverweslich. (1 Kor 15,42)
Lamm –
Zeichen Christi, der
sich geopfert hat,
ein Bild für den
auferstandenen Herrn,
der seinem Volk Anteil an
seiner
Herrlichkeit gibt.
Licht –
Symbol für Christus;
dargestellt im Bild der
Osterkerze oder der Sonne:
"Ich bin das Licht
der Welt, wer mir nachfolgt,
wird nicht in
der Finsternis umhergehen,
sondern wird das
Licht des Lebens
haben." (Joh 8,12)
Hand –
Zeichen des Schöpfers
und des Vollenders:
"Die Rechte des Herrn
wirkt mit Macht.
Ich werde nicht sterben,
sondern leben." (Ps 118,16-17)
Kranz –
Zeichen des Sieges über
den Tod:
"Sei treu bis in den
Tod; dann werde
ich dir den Kranz des Lebens
geben." (Off 2,10)

5. GEBET NACH EINTRITT DES TODES
(Von den Angehörigen
gesprochen)
Mache dich auf den Weg
(Name einfügen)
(Kreuzzeichen kann auf die Stirn gezeichnet werden)
+ im Namen Gottes, des
allmächtigen Vaters, der dich erschaffen hat;
+ im Namen Jesu Christi, der
für dich gelitten hat;
+ im Namen des Hl. Geistes,
der über dich ausgegossen worden ist.
Wir danken dir für N.N.
(unseren Vater, unsere Mutter, Sohn, Tochter ...) der/die mit uns den Weg des
Lebens gegangen ist.
Wir danken dir für alle
Freundschaft, die von ihm/ihr ausgegangen ist, für allen Frieden den er/sie
gebracht hat;
wir danken dir für die
Freude, die wir durch ihn/sie erlebt haben, für das Vertrauen, das er/sie uns
geschenkt hat.
kurze Stille –
Wir bitten: Christus, der
gute Hirt, geleite dich in das ewige Leben. Uns schenke du, Gott, in dieser
Stunde Trost und Hoffnung.
So beten wir vertrauensvoll
zu Gott unserem Vater: (A) Vater unser ...
Wir empfehlen N.N. (unsere/n
Verstorbene/n) auch der Fürbitte der Mutter des Herrn:
(A) Gegrüßet seist du
Maria ...
Herr, gib ihm (ihr) das
ewige Leben,
(A) und das ewige Licht
leuchte ihm/ihr!
Lass ihn (sie) leben bei dir
in Ewigkeit.
(A) Amen.

Nicht jenseits von uns
Tod
als Grenze des Lebens,
aber nicht der Liebe
annehmen!
Nicht im Schmerz
eingemauert bleiben!
Nicht nur den Verlust
sehen!
Vertrauen und hoffen,
dass es die andere Welt
gibt,
real und nahe,
nicht jenseits von uns,
sondern um uns,
über uns,
in uns!
aus: Martin Gutl, Meine Wege
sind Dir vertraut
Zusammenstellung: Mag.
Gottfried Pinter, Eisenstadt 2003
