Beispiel
für den „Sonntäglichen Lobpreis“ einer Wort-Gottes-Feier
Im
„Sonntäglichen Lobpreis“ kommt das Gebet der Gemeinde zu seinem Höhepunkt.
Für dieses neue Feierelement einer sonntäglichen Wort-Gottes-Feier gibt es
leider noch wenig Textvorlagen. Erste Vorlagen bietet das Feierbuch
„Wort-Gottes-Feier. Werkbuch für die Sonn- und Festtage“ (Trier 2004). Hier
finden sich auch die Hinweise zur Grundgestalt und die inhaltliche Ausrichtung
des Lobpreises.
Texte,
die deutlichen Bezug auf die einzelnen Zeiten des Kirchenjahres nehmen, und die
das Leben der Menschen heute in guter Sprache artikulieren, stehen auf dem
Wunschzettel vieler GottesdienstleiterInnen.
Im
Folgenden wird ein Textvorschlag angeboten, verfasst von Mag. Franz Küllinger,
Pfarrassistent in Treffling bei Linz; (aus einem kleinen Behelf mit mehreren
Lobpreis-Gebeten, der derzeit in der GDL-Ausbildung des Liturgiereferates der Diözese
Linz erprobt wird (noch kein Verkauf)).
Sonn-
(Fest-)täglicher Lobpreis:
In
der Mühe des Alltags:
Du bleibst uns treu, Gott
„Lob
sei dir, Gott, der Du uns zart umspielst.
Lob
sei Dir, Gott, der Du uns Halt sein willst.
Lob
sei Dir, Gott, weil Du uns nahe bist.
Lob sei Dir, Gott, weil Du uns nicht vergisst.
Ruf:
Ich will dich preisen, Herr, zu jeglicher Zeit (z. B. in: GL-Ergänungsheft
Linz, Nr. 959
-
oder: Misericordias Domini (Taize),
-
oder ein
anderer Ruf
Im
Schweigen leerer Tage
singst
Du, Gott,
ganz
zart Dein Lied,
das
die Fülle anklingen lässt.
Im
Dunkel kalter Nächte
sendest
Du, Gott,
behutsam
einen Strahl,
der
vom Anfang des Lichtes kündet.
In
der Verlorenheit der vielen Fragen
bist
Du, Gott,
die
eine
Frage,
die
uns Antwort suchen lässt.
„Lob
sei dir, Gott, der Du uns zart umspielst.
Lob
sei Dir, Gott, der Du uns Halt sein willst.
Lob
sei Dir, Gott, weil Du uns nahe bist.
Lob
sei Dir, Gott, weil Du uns nicht vergisst.
Ruf

Gott.
Verloren
in der Fülle unserer Aufgaben
bleibt
unsere Seele leer,
ohne
Dein
Wort,
das
aus der wahren Fülle kommt.
Gejagt
im Getriebe unserer Geschäftigkeit
treibt
unser Herz ziellos,
ohne
Deinen Atem,
der
uns zum wahren Leben weckt.
Enttäuscht
vom raschen Lauf der Geschichte
treibt
der Zweifel mit uns Spott,
ohne
Deine Hand, Gott,
in
die unser Name unvergessen eingeschrieben bleibt.
„Lob
sei dir, Gott, der Du uns zart umspielst.
Lob
sei Dir, Gott, der Du uns Halt sein willst.
Lob
sei Dir, Gott, weil Du uns nahe bist.
Lob
sei Dir, Gott, weil Du uns nicht vergisst.
Ruf

Du
wirst nicht müde, Gott,
von
Deiner Liebe zu singen,
wie
das Kind nicht müde wird,
das
Leben immer neu zu entdecken.
Du
gibst nicht auf, Gott,
uns
Dein Wort zu senden,
wie
die Liebenden nicht aufgeben,
einander
immer neu zu umwerben.
Du
bleibst uns treu, Gott,
inmitten
von Alltag und Leere,
als
Hoffnung auf Fülle,
als
Sehnsucht nach Leben.
Dir
singen wir:
„Lob
sei dir, Gott, der Du uns zart umspielst.
Lob
sei Dir, Gott, der Du uns Halt sein willst.
Lob
sei Dir, Gott, weil Du uns nahe bist.
Lob
sei Dir, Gott, weil Du uns nicht vergisst.
Ruf
Du
wirst Inmitten von Alltag und Mühe
lassen
wir uns ein
auf
Deine Melodie des Festes.
Du,
Gott,
bist
auch dort unser Gott.
Dich
preisen wir
im
Festgesang der Engel
und
singen:
Hymnus
(Gloria)
Mag.
Hans Stockhammer, Liturgiereferent Linz, 2006 09
