Beispiele
von Hinführungen zu Lesungen in der Karwoche
Hinführung zur 1.
Lesung am Gründonnerstag
In der heutigen Lesung
wird erzählt, dass Gott die Erstgeburt der Ägypter erschlägt. Wir müssen
nicht glauben, dass das wirklich passiert ist. Es gehört zur Übertreibung der
altorientalischen Erzählkunst.
Was wir glauben dürfen
ist, dass Gott ein Gott ist, der Befreiung wirkt, auch heute noch.
Hinführung zur
Abrahamslesung
Die folgende Lesung
erinnert an eine Zeit, als es bei vielen Völkern grausame Sitte war, den Göttern
ein Kind zu opfern, um dadurch Kriegsglück oder eine gute Ernte zu erzielen.
Auch Abraham hört eine göttliche Stimme, er möge seinen Sohn Issak als Opfer
darbringen. Abraham versteht nicht, was auf ihn zukommt. Aber er vertraut mit
der ganzen Kraft seines Herzens darauf, dass Gott einen Weg aus dem Dunkel weiß.
Schließlich erfährt er, dass Gott keine Menschenopfer will. Unser Gott ist
kein Freund des Todes, sondern des Lebens. Das feiern wir in dieser Osternacht.
Hinführung zur
Exoduslesung in der Osternacht
Die folgende Lesung über
die Rettung der versklavten Israeliten gehört zum Herzstück der jüdischen und
christlichen Osternachtfeier. Manches in dieser Lesung klingt für uns heute
befremdlich oder sogar grausam. Es geht in dieser Lesung aber nicht um einen
Tatsachenbericht. Vielmehr wird das Befreiungserlebnis so erzählt, dass es für
alle Zeiten zum eindrucksvollen Symbol der Hoffnung werden kann.
Auch heute steht Gott auf
Seiten der Bedrängten und kämpft gegen die Übermacht eines Pharaos, der viele
Namen trägt: Hartherzigkeit, Ausbeutung, Hoffnungslosigkeit und Tod. Christus
hat durch Kreuz und Auferstehung diese Streitmächte des Bösen besiegt.
