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Benedikt Kranemann und Thomas Sternberg (Hrsg.): Wie das Wort Gottes feiern? Der Wortgottesdienst als theologische Herausforderung. Quaestiones Disputatae 194, Herder Verlag, Freiburg-Basel-Wien 2002, € 25.90, ISBN 3-451-02194-3 Obwohl viele der Liturgiegebete biblisch geprägt sind, gehört die Feier des Wortes Gottes immer noch zu einem "Entwicklungsland" der katholischen Liturgietradition. Vieles ist in den letzten 50 Jahren gewachsen, wenn man es mit den katholischen Versäumnissen des vergangenen Jahrtausends vergleicht. Die katholische Frömmigkeit ist aber noch lange nicht biblisch geprägt. Das spüren alle Gemeinden in der Bemühung um eine lebendige Feier der Gegenwart Jesu in der Wortverkündigung. Auch in der liturgiewissenschaftlichen Reflexion gibt es immer noch Nachholbedarf. Die vorliegende Sammlung von Beiträgen namhafter Theolog/inn/en gehen auf Vorträgen auf einem Symposium anläßlich des 60. Geburtstages von Klemens Richter zurück. Die Beiträge sind drei theologischen Grundanliegen zugeordnet: der bibelwissenschaftlichen Grundlegung des Wortes Gottes, der systematisch-theologischen Sondierung der Überzeugung von der Gegenwart Gottes im Wort (der Vortrag von Thomas Pröpper über die Rede von der Gegenwart Gottes fasziniert besonders) und der liturgiewissenschaftlichen Perspektive von Feierformen, gottesdienstlichen Elementen und Handlungsvollzügen. In letzterem Themenblock sticht besonders der Artikel von Kranemann über die Lob- und Dankgebete in der sonntäglichen Wort-Gottes-Feier heraus. Ein Gebetselement in einer noch zu entwickelnden Liturgie, das für den Charakter der Feier des Wortes Gottes besondere Bedeutung bekommen wird. Zielgruppe: Theologen und Theologinnen, denen die Feierqualität des Wortes Gottes am Herzen liegt. Erwin Löschberger Erika Heitmeyer: Wortgottesfeiern mit literarischen Texten. Modelle und Anregungen. Butzon & Bercker, Kevelaer 2002, 94 Seiten, € 15.40, ISBN 3-7666-0464-3 Die Autorin lässt keinen Zweifel daran, dass jeder Wortgottesdienst sich an der Verkündigung der biblischen Schriften und den Antwortformen orientiert. Der Umgang mit literarischen Werken bezieht sich auf die Freiräume, die sich gerade in der noch nicht so reglementierten Wort-Gottes-Feier genügend gibt. Die Wort-Gottes-Feier kann keine Dichterlesung werden, wohl aber kann die Sprache der Dichter helfen, sich dem Unaussprechlichen zu nähern. "Der moderne literarische Text kann anregen, die vertraute Frohe Botschaft frischer zu verstehen und sie neu auf die eigene Lebenswirklichkeit zu beziehen, vielleicht auch halb vergessene oder abgenutzte Verstehensfelder zu beleben. Die überraschenden poetischen Bilder, die ungewöhnlichen sprachlichen Verschlüsselungen und die befremdenden Perspektiven tragen auch zur Sagbarkeit dessen bei, was der Leser/Hörer in der Feier sucht und findet und was er anderen, nicht zuletzt auch Gott, in Sprache mitteilen möchte." Die sechs vorgelegten Wort-Gottes-Feiern zeugen von einem besonderen liturgischen Gespür und sind in keiner Weise wortlastig. Sie konzentrieren sich auf Zeichenhandlungen genauso wie auf eine knappe Sprache in der Hinführung zu wesentlichen Texten bzw. Feierelementen des Gottesdienstes. Auch der Stille wird viel Platz eingeräumt. Die Sammlung literarischer Texte im zweiten Teil des Buches liefert auch eine Zuordnung zu konkreten Schriftstellen sowie konkrete Vorschläge, wie man die Texte in eine liturgische Feier integrieren kann. Zielgruppe: Wortgottesdienstleiter/innen, Religionslehrer/innen Erwin Löschberger Bernhard Krautter (Hrsg.): Wort-Gottes-Feiern. Hilfen zur Vorbereitung und Durchführung von Wortgottesdiensten. Verlag Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 2003, 332 Seiten, € 28.80, ISBN 3-460-33052-X Schon längst keine Bücher für den Notfall mehr sind die Unterlagen für Wortgottesdienstleiter/innen. Der vorliegende Sammelband für Wort-Gottes-Feiern an Sonn- und Feiertagen des Lesejahres C zählt wahrscheinlich zum besten, was derzeit an Wort-Vorschlägen für Wortgottesdienste erhältlich ist. Ein Vielzahl von Autorinnen und Autoren bereitet mit viel Gespür eine gemeinsame Feier vor. Zu den fixen Elementen gehören Begrüßungsbeispiele, Hinführungen zu den Lesungen, Predigtgedanken zu den Bibelstellen, verschiedene Gebete, Gesänge, Segenstexte und Meditationen. Was leider im Ablauf der Wort-Gottes-Feiern abgeht sind konkrete Vorschläge für Zeichenhandlungen. Die Vorschläge reduzieren die Feier – und das aber gekonnt – leider auf gesprochene und gesungene Feierformen. Die Fantasie für Feierelemente mit Symbolen, die alle Mitfeiernden mit einbeziehen, wird leider nicht geweckt. Zielgruppe: Wortgottesdienstleiter/innen, Priester und Diakone Erwin Löschberger
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