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Jürgen Bärsch: Gottesdienste zum Totengedächtnis. Bedeutung * Anlässe * Formen. Butzon&Bercker Verlag, Kevelaer 2001, 118 Seiten, € 16.36, ISBN 3-7666-0401-5. In der Reihe "Laien leiten Liturgie" ist ein weiterer wertvoller Band für die gottesdienstliche Praxis der Gemeinden erschienen. Das vorliegende Werkbuch hat nicht den Ritus der Beerdigung im Blick, sondern das Gedenken an die Verstorbenen. Nach einer äußerst wertvollen Zusammenfassung der verschiedenen Motive und Formen des Totengedächtnisses in Geschichte und Gegenwart stellt Bärsch fünf verschiedene Gottesdienstformen (Stundenliturgie, Wortgottesfeier, Verkündigungsgottesdienst, Andacht, Friedhofsprozession und Gräbersegnung) mit einer Einführung, der Erläuterung des konkreten Ablaufes und einigen Gebetsbeispielen vor. Eine wahre Fundgrube sind die Sammlung einzelner Gebete: Eröffnungsgebete, Psalmorationen, Gebete zur Lichtdanksagung und zur Weihrauchdarbringung, Gebete zu verschiedenen Motiven aus der Heiligen Schrift, und Fürbitten. Die Gebete atmen den Geist biblischer und liturgischer Tradition und kommen trotzdem in vielen Passagen dem heutigen Sprachgefühl entgegen. Zielgruppe: Wortgottesdienstleiter/-innen, Vorbeter/-innen, Diakone, Priester Mag. Erwin Löschberger, Graz – 2002 09
Marlies Bernhard, Doris Kellner, Ursula Schmid: Wenn Eltern um ihr Baby trauern. Impulse für die Seelsorge – Modelle für Gottesdienste. Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2003, 187 Seiten, € 15.40, ISBN 3-451-28210-0
Die drei Autorinnen, Klinikseelsorgerinnen im Raum Augsburg stellen im ersten Teil ihres Buches das Anliegen der "Kontinuität in der Begleitung trauernder Eltern", deren Kind während der Schwangerschaft, bei oder kurz nach der Geburt verstorben ist, als tragenden Pfeiler ihres Seelsorgekonzepts heraus. Dieses Konzept sieht vor, dass die KlinikseelsorgerIn den Betroffenen als Gesprächspartnerin und bei der Gestaltung von rituellen Feiern zur Verfügung steht. Sie übernimmt die Bindegliedfunktion zwischen den einzelnen klinischen Bereichen (Geburtshilfestation, Kreißsaal, Intensivstation ...) und auf Wunsch zum Ortspfarrer. Inhaltlich stellen sie sich in ihrem Konzept dem Wunsch vieler Eltern: "Nicht mehr kämpfen müssen, ... dass mir auch Trauer zusteht für so ein Kind". Im zweiten Teil stellen sie erprobte Modelle und Projekte zur Gestaltung von Abschiedsräumen, Aufbahrungsräumen und entsprechende Einweihungsfeiern, Kindergräbern, Modelle von Tauf-, Segens- und Beerdigungsfeiern, fünf Gedenkgottesdienste und Impulse für die Gestaltung einer begleiteten Selbsthilfegruppe vor. Im Anhang findet man hilfreiche Informationen z.B. zum Umgang mit trauernden Geschwistern, Adressen und Literaturangaben. Ein fundiertes Konzept zu einem schwierigen Bereich der Trauerbegleitung wird uns in diesem Buch zur Verfügung gestellt!
Zielgruppe: KrankenhausseelsorgerInnen, Hebammen, Schwestern, Ärzte, TrauerbegleiterInnen, LeiterInnen von Selbsthilfegruppen, LeiterInnen von Begräbnisfeiern
Monika Tieber-Dorneger
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